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<title>Synchronisation (Film)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Synchronisation (Film)</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Synchronisation</b>, <b>Synchronisierung</b> oder <b>Dubbing</b> bezeichnet man in der <a href="Filmkunst" class="mw-redirect" title="Filmkunst">Filmproduktion</a> das Herstellen eines zeitlichen Gleichlaufs zwischen Bild und Ton. Wird in der <a href="Postproduktion" title="Postproduktion">Postproduktion</a> die sprachliche Ebene des <a href="Soundtrack" title="Soundtrack">Soundtracks</a> nachbearbeitet, also eine nachträgliche Aufnahme von Dialogfragmenten oder aller Dialoge angefertigt und anschließend der Text mit dem Bild wieder in Übereinstimmung gebracht, so bezeichnet man diesen Prozess als <i><a href="Automatic_Dialogue_Recording" title="Automatic Dialogue Recording">Automatic Dialogue Recording</a></i> (ADR) oder Sprachsynchron.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die häufigste Bedeutung von Filmsynchronisation im alltäglichen Sprachgebrauch ist das nachträgliche Ersetzen aller Sprechteile durch Dialoge in einer anderen Sprache, die auf die Mundbewegungen und Gestik der Originalschauspieler abgestimmt sind. Es entsteht eine Synchronfassung, die den Film dem Publikum eines anderen Sprachraums zugänglich macht. In Deutschland werden nahezu alle fremdsprachigen Filme synchronisiert. In vielen anderen Ländern werden dagegen – überwiegend aus Kostengründen – <a href="Untertitel" title="Untertitel">Untertitel</a> oder <a href="Voice-over" class="mw-redirect" title="Voice-over">Voice-over</a> bevorzugt, wie es auch z. B. in deutschen Nachrichtensendungen üblich ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ursprünge"><span id="Urspr.C3.BCnge"></span>Ursprünge</h3></div>
<p>1929 kam es zur ersten Synchronisation der Filmgeschichte: Der Film <i><a href="Erpressung_(Film)" title="Erpressung (Film)">Erpressung</a></i> von <a href="Alfred_Hitchcock" title="Alfred Hitchcock">Alfred Hitchcock</a> wurde zunächst als <a href="Stummfilm" title="Stummfilm">Stummfilm</a> begonnen. Im Laufe der Produktion entschied man sich jedoch dafür, aus ihm den ersten englischen <a href="Tonfilm" title="Tonfilm">Tonfilm</a> zu machen. Da das Englisch der tschechischen Schauspielerin <a href="Anny_Ondra" title="Anny Ondra">Anny Ondra</a> nicht gut genug war, aber Hitchcock nicht auf sie als Darstellerin verzichten wollte, ließ er ihren Part von der britischen Schauspielerin <a href="Joan_Barry" title="Joan Barry">Joan Barry</a> synchronisieren. Somit avancierte Joan Barry zur ersten Synchronsprecherin und Anny Ondra zur ersten fremdsprachig synchronisierten Schauspielerin der Filmgeschichte, wobei die Synchronisation noch direkt beim Dreh erfolgte: Ondra bewegte die Lippen, Barry sprach außerhalb des Bildes den Text.
</p><p>Die nachträgliche Synchronisation fremdsprachiger Filme war in den ersten Jahren des Tonfilms aus technischen Gründen noch nicht möglich. Sollten Tonfilme im fremdsprachigen Ausland verbreitet werden, mussten Filmabschnitte oder der ganze Film <a href="Mehrsprachenversion" class="mw-redirect" title="Mehrsprachenversion">zusätzlich in der jeweiligen Sprache</a> gedreht werden. Manche Filme wurden doppelt gedreht, wie beispielsweise der österreichische Film aus dem Jahr 1933, <i>Leise flehen meine Lieder,</i> der ein Jahr später in englischer Fassung und unter dem Titel <i>Unfinished Symphony</i> mit leicht veränderter Besetzung neu produziert wurde. Andere Filme wurden gleich bei ihrer Produktion mit verschiedenen Darstellern gedreht, die die Szenen in einem Setting nacheinander spielten, wie beispielsweise der deutsche <a href="Hans_Albers" title="Hans Albers">Hans-Albers</a>-Film <i><a href="F.P.1_antwortet_nicht" title="F.P.1 antwortet nicht">F.P.1 antwortet nicht</a></i> (1932), der von Regisseur <a href="Karl_Hartl" title="Karl Hartl">Karl Hartl</a> mit unterschiedlichen Hauptdarstellern in deutscher, englischer und französischer Sprache gedreht wurde.
</p><p>Nicht selbstverständlich war, dass die Zuschauer die relativ junge Technik der Synchronisation annehmen würden. Der Film- und Fernsehwissenschaftler Joseph Grancarz fasste dies im DLF Kultur zusammen, als „kulturelle(n) Lernprozess, bei dem das Publikum in gewissem Sinne vergessen können muss, dass derjenige, der spricht, eben nicht identisch ist mit demjenigen, den sie auf der Leinwand sehen“.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bis ca. 1933 wurden Filme noch in <a href="Hollywood" title="Hollywood">Hollywood</a> selbst synchronisiert, hierzu wurden Schauspieler engagiert, die ursprünglich zum Filmen von den oben genannten Mehrsprachenversionen nach <a href="Amerika" title="Amerika">Amerika</a> kamen. Die <a href="Paramount_Pictures" title="Paramount Pictures">Paramount</a> synchronisierte ihre Filme erst in der <a href="Frankreich" title="Frankreich">französischen</a> Stadt <a href="Joinville-le-Pont" title="Joinville-le-Pont">Joinville</a>, bevor die ersten Studios in Deutschland gegründet wurden. Zu dieser ersten Welle der Synchronfirmen gehörten unter anderem die Tobis-Melofilm und Lüdtke & Rohnstein.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nach_1945">Nach 1945</h3></div>
<p>In der Zeit nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> öffnete sich der deutschsprachige Filmmarkt zunehmend internationalen Filmwerken. Um ein möglichst großes Publikum im deutschsprachigen Raum anzusprechen, wurden die Filme häufig nicht nur übersetzt, sondern auch „inhaltlich angepasst“ (d. h. zensiert). Grund der Zensur waren in der Regel keine behördlichen Auflagen, sondern der Wunsch der beteiligten Unternehmen nach Profitmaximierung durch Anpassung an den vermeintlichen Publikumsgeschmack.<sup id="cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Mühlbauer-ZenSync-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Technische_Grundlagen_und_Entwicklung">Technische Grundlagen und Entwicklung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lichtton">Lichtton</h3></div>
<p>Zu Beginn der Tonfilmära löste das neu entwickelte <a href="Lichttonverfahren" title="Lichttonverfahren">Lichttonverfahren</a> den <a href="Nadelton" class="mw-redirect" title="Nadelton">Nadelton</a> (Ton von <a href="Schallplatte" title="Schallplatte">Schallplatten</a>) ab. Bei der nachträglichen Tonnachbearbeitung wurde eine sogenannte <a href="Tonspur" title="Tonspur">Tonspur</a> zwischen den Einzelbildern und den Perforationslöchern unmittelbar auf dem Filmstreifen fotografisch aufgebracht und ermöglichte somit eine synchrone Bild-/Tonpräsentation. Die direkte Bearbeitung des Filmmaterials bedeutete allerdings auch die Nicht-Trennbarkeit von Bestandteilen gemischter Tonspuren, weil der Ton nur als „Mix“ aufgenommen werden konnte. Daher mussten ganze <a href="Einstellung_(Film)" title="Einstellung (Film)">Einstellungen</a> im Studio neu nachvertont werden.
</p><p>Bereits Mitte der 1920er Jahre entwickelte der deutsche Erfinder Carl Robert Blum Apparaturen, die zuerst Bild und Musik (sogenannte „Musik-Chronometer“)<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und später Bild und Ton (sogenannte „Rhythmographie“) synchron zusammensetzen sollten.<sup id="cite_ref-objectif_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-objectif-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Auftrag der Deutschen Universal wurden die Filme <i>Kapitän der Garde</i> und <i><a href="Im_Westen_nichts_Neues_(1930)" title="Im Westen nichts Neues (1930)">Im Westen nichts Neues</a></i> mithilfe Blums neuen Patents synchronisiert, dabei wurden die Dialoge von Laufbändern vorgelesen, die die Sprechgeschwindigkeit vorgaben. Allerdings dauerte es noch knappe zwei Jahre, bis die Technik der Tonmisch- und Schnittverfahren genügend ausgereift war, um sich als Produktionsmethode zu etablieren.<sup id="cite_ref-synchronsprecher_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-synchronsprecher-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Deutschland wandte man für die Nachsynchronisation vorwiegend die Rhythmographie an und setzte diese sogar teilweise noch nach dem Zweiten Weltkrieg ein.<sup id="cite_ref-objectif_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-objectif-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Magnetband">Magnetband</h3></div>
<p>Die wichtigste Erfindung für die Nachvertonung war das <a href="Magnetband" title="Magnetband">Magnetband</a>, das Mitte der 1930er Jahre von der deutschen Firma <a href="BASF" title="BASF">BASF</a> weiterentwickelt wurde. Dieses bestand zu Anfang aus magnetisierbaren Drähten (von den damit arbeitenden Technikern scherzhaft „Schnürsenkel“ genannt), und nach der Entwicklung von flexiblerem Trägermaterial entwickelten sich die Drähte dann zu den so genannten <a href="Tonband" title="Tonband">Tonbändern</a>.
</p><p>In den 1940er Jahren hatte sich diese Technik gegen den rauschanfälligen Lichtton durchgesetzt.<sup id="cite_ref-synchronsprecher_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-synchronsprecher-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anfänglich waren auch auf diesen Tonbändern die Dialoge, die Geräusche und die Musik zusammengemischt, für die Synchronisation musste der gesamte Filmton für einen fremdsprachigen Film neu aufgenommen werden. Die „Stereo“-Aufnahme bedeutete keine Zerlegung der einzelnen Tonquellen, der Ton befand sich dabei nur auf einem zweikanaligen Band und diente so der Klangoptimierung, die zu einer besseren Raumauflösung („Ortbarkeit“) führte. Bekannte Beispiele dafür sind die Filme <i><a href="Westw%C3%A4rts_zieht_der_Wind" title="Westwärts zieht der Wind">Westwärts zieht der Wind</a></i> (<i>Paint Your Wagon</i>, 1969) und <i><a href="Toll_trieben_es_die_alten_R%C3%B6mer_(Film)" class="mw-redirect" title="Toll trieben es die alten Römer (Film)">Toll trieben es die alten Römer</a></i> (<i>A Funny Thing Happened on the Way to the Forum</i>, 1966), deren deutsche Synchronfassung auch auf der <a href="DVD" title="DVD">DVD</a>-Veröffentlichung nur im Mono-Ton verfügbar ist – im Gegensatz zum Stereo-Ton des englischen Originals. Bei Prestigefilmen hingegen achtete man meistens schon bei der Abmischung von Musik und Geräuschen in Stereo auf eine separate Dialogspur, damit diese im Ausland auch separat ersetzt werden konnte, wie beispielsweise bei <i><a href="Ben_Hur_(1959)" title="Ben Hur (1959)">Ben Hur</a></i> aus dem Jahre 1959.
</p><p>Nach der Entwicklung von <a href="Mehrspurrekorder" title="Mehrspurrekorder">Mehrspurrekordern</a> wurden Dialoge, Geräusche und Musik getrennt auf einzelnen Spuren aufgezeichnet und zum fertigen Filmton abgemischt. In der internationalen Distribution von Filmen wird dann auf den zur Verfügung gestellten Bändern nur die originale Dialogspur ersetzt durch den im Studio aufgezeichneten landessprachlichen Dialog. Andere Spuren werden mitgeliefert und zur Herstellung des „Mix“ übernommen, das man bis heute als <a href="Internationale_Tonspur" title="Internationale Tonspur">Internationale Tonspur</a> oder „IT-Band“ (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">international track</span>) bezeichnet.
</p><p>Seit den 1980er Jahren hat sich der technische Begriff <i><a href="Automatic_Dialogue_Recording" title="Automatic Dialogue Recording">Automatic Dialogue Recording</a></i> (ADR) für das Nachsynchronisieren eines Films verbreitet, egal ob es sich um den Ersatz schlechter Originaltonaufnahmen oder um das Übersetzen in eine andere Sprache handelt. Für die Aufnahmen wurden die Dialogszenen des Films in mehrere Sekunden lange Sequenzen, sogenannte <a href="Take_(Musik)" title="Take (Musik)">Takes</a>, unterteilt und zur Endlosschleife zusammengeklebt. Die Synchronsprecher konnten ihren Text so oft zu den <a href="Loop_(Musik)" title="Loop (Musik)">Loops</a> einsprechen, bis der Dialog synchron zum Bild war.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Digitale_Technik">Digitale Technik</h3></div>
<p>Auch nach Einzug der elektronisch gesteuerten Videotechnik Mitte der 1990er Jahre, die Tonbandaufnahmen allmählich durch digitale Medienspeicher ersetzte, behielt man die Schleifentechnik bei. Das digitale Tonaufnahmeverfahren hat den Arbeitsprozess vereinfacht und beschleunigt, so dass mittlerweile fast doppelt so viele „Takes“ pro Tag bearbeitet werden (früher 120 bis 170, heutzutage zwischen 200 und 250).
</p><p>Mitunter müssen keine Geräusche eingespielt werden, da auf den vollcomputerisierten <a href="Mischpult" title="Mischpult">Mischpulten</a> große Archive mit unterschiedlichsten Geräuschen und entsprechenden Klangeffekten abgespeichert sein können.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Arbeitsschritte_bei_der_Herstellung_einer_Synchronfassung">Arbeitsschritte bei der Herstellung einer Synchronfassung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorarbeit">Vorarbeit</h3></div>
<p>Neben der Originalfassung wird vom <a href="Toningenieur" title="Toningenieur">Filmtoningenieur</a> zusätzlich eine <a href="Internationale_Tonfassung" class="mw-redirect" title="Internationale Tonfassung">internationale Tonfassung</a> (<b>IT</b>, oder englisch <b>M&E</b> für „Music & Effects“) eines Films hergestellt, die alle Tonelemente mit Ausnahme von Sprache enthält. An entsprechenden Stellen müssen daher alle Sprache enthaltenden Tonspuren stummgeregelt werden; davon sind ggf. auch Geräuschanteile betroffen, die Bestandteil des beim Filmdreh aufgenommenen <a href="Originalton" title="Originalton">Originaltons</a> sind; diese müssen anschließend mit <a href="Atmo" title="Atmo">Atmo</a> und <a href="Ger%C3%A4uschemacher" title="Geräuschemacher">Geräuschen</a> aufgefüllt werden. Bei hochbudgetierten Filmproduktionen sowie bei <a href="Kinderfilm" title="Kinderfilm">Kinderfilm</a>|en werden manchmal auch einzelne originalsprachliche Bildanteile (Hinweisschilder, abgefilmte fiktive Texte etc.) im Bild in die Zielsprache übersetzt.
</p><p>Bei Spielfilmen wird mittlerweile zumeist auch ein sogenannter <i>Optional-Track</i><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> mit beigelegt, der Teile der Original-Sprachvertonung beinhaltet, die dramaturgisch opportun erscheinen. So besteht bei der Synchronisation die Möglichkeit, bestimmte Dialoganteile wahlweise zu synchronisieren oder aber im Original zu belassen. Dies bietet sich besonders an, wenn Drittsprachen ins Spiel kommen, beispielsweise wenn Teile der Handlung in einem fremden Land stattfinden und die Protagonisten selbst die dortige Sprache nicht verstehen. Ein weiterer Fall sind einzelnen Szenen, in denen <a href="Musikfilm" title="Musikfilm">gesungen</a> wird und dies evtl. nicht in die Synchronsprache übertragen werden kann oder soll. Bei Szenen, in denen die Originalschauspieler selbst eine Dritt- oder <a href="Konstruierte_Sprache#Fiktionale_Sprachen" title="Konstruierte Sprache">Fantasiesprache</a> sprechen (zumeist mit <a href="Untertitel" title="Untertitel">Untertiteln</a>), kann dank des <i>Optional-Tracks</i> der Originalton beibehalten werden; zwecks stimmlicher Kontinuität können aber die Synchronsprecher diese Szenen auch aufnehmen und dabei diese Drittsprache nutzen bzw. imitieren, oder in dramaturgischer Abweichung zur Originalfassung die Synchronsprache verwenden.
</p><p>Auftraggeber wie Filmverleiher oder Fernsehsender kaufen einen Film mit der dazugehörigen IT-Fassung vom Filmproduzenten und holen üblicherweise Angebote von verschiedenen <a href="Synchronstudio" title="Synchronstudio">Synchronfirmen</a> mittels einer <a href="Ausschreibung" title="Ausschreibung">Ausschreibung</a> ein. Oft sind dabei nicht nur die Kosten ausschlaggebend, sondern auch die angebotene Besetzung; insbesondere bei namhaften Schauspielern wird heutzutage mehr Wert auf Kontinuität gelegt, so dass sogenannte <a href="Synchronsprecher#Wiedererkennungswert_und_Prominenz" title="Synchronsprecher">Stammsprecher</a> eingesetzt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Übersetzung_in_die_Zielsprache"><span id=".C3.9Cbersetzung_in_die_Zielsprache"></span>Übersetzung in die Zielsprache</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Dialogbuch" title="Dialogbuch">Dialogbuch</a></i></div>
<p>Zu Beginn der Synchronisation wird ein <a href="%C3%9Cbersetzer" title="Übersetzer">Rohübersetzer</a>, der meist extern arbeitet, beauftragt, die Originaldialoge sinngetreu in die Landessprache zu übertragen. Dies kommt einer literarischen Übersetzung gleich, jedoch enthält sie ergänzend ausführliche Anmerkungen zu Fachterminologie, Wortspielen, Redewendungen und Anspielungen auf kulturelle oder historische Ereignisse, denn <i>„die fertige Rohübersetzung liefert die inhaltliche Basis für den Synchronautor“</i>. Dessen Aufgabe ist es, alle Textpassagen als Dialoge so anzulegen, dass sie mit der Länge der Sprechphasen, den Lippenbewegungen und den Mimiken der Darsteller zusammenpassen. Der <a href="Dialogbuch" title="Dialogbuch">Dialogbuchautor</a> hat nicht nur auf die Lippensynchronität zu achten, sondern gleichzeitig zu entscheiden, wie landestypische Eigenheiten der anderen Kultur dem Zielpublikum verständlich zu machen sind. Im fertigen Dialogbuch sind alle Textpassagen in kurze Sprechphasen eingeteilt mit jeweiligen Anmerkungen, ob die sprechende Person im Bild zu sehen ist oder nicht. Diese drei bis zehn Sekunden langen Kurzabschnitte, sogenannte <a href="Take_(Musik)" title="Take (Musik)">Takes</a>, werden später im Studio nummeriert und für die Aufnahmen so vorbereitet, dass sie immer wieder abspielbar sind.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Frankreich und Spanien beispielsweise liegt die Verantwortung der gesamten Übersetzung oft in einer Hand, das heißt, die Rohübersetzung und das Dialogbuch werden zusammen erstellt. In Deutschland hingegen wird ein Rohübersetzer meist als freier Mitarbeiter extern beauftragt, um diese anzufertigen. Dagegen ist es hier wiederum häufig üblich, dass der Synchronautor zugleich auch als Synchronregisseur verantwortlich für die Sprachaufnahmen ist, zumindest große Erfahrung in diesem Tätigkeitsfeld hat.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Disposition">Disposition</h3></div>
<p>Die Planung des Ablaufs der Synchronisation unterliegt dem Aufnahmeleiter. Anhand der nummerierten Takes ermittelt er den Umfang jedes einzelnen Sprechers in sogenannten „Auszügen“ und <a href="Disposition_(Wirtschaft)" title="Disposition (Wirtschaft)">disponiert</a> den zeitlichen Ablauf der Sprachaufnahmen, die somit in der Regel nicht chronologisch aufgenommen werden. Um dies besonders wirtschaftlich gestalten zu können, werden heutzutage bei allen Kinofilmen die einzelnen Rollen separat aufgenommen, was in der Branche als <i>X-en</i> bezeichnet wird. Nur an sogenannten <i>Mengentagen</i> werden viele Sprecher, meist auch unerfahrene, gleichzeitig disponiert, wenn Hintergrundgeräusche von vielen Menschen <i>(Masse/Mensch)</i> benötigt werden. Früher wurden die Dialoge noch im Ensemble eingesprochen, Synchronsprecher wie <a href="Roland_Hemmo" title="Roland Hemmo">Roland Hemmo</a> oder <a href="J%C3%BCrgen_Kluckert" title="Jürgen Kluckert">Jürgen Kluckert</a> finden diese Art der Aufnahme besser und sehen das einzelne Aufnehmen jeder Rolle als Nachteil an.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aufnahmeleiter und Regisseur legen üblicherweise gemeinsam die Besetzung der Synchronschauspieler fest, manchmal wird ein Probesprechen veranstaltet, um den Kunden mehrere Vorschläge unterbreiten zu können.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während der Sprachaufnahmen überprüft der Aufnahmeleiter die laufenden Arbeiten und die Einhaltung des Zeitplans.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sprachaufnahmen">Sprachaufnahmen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Synchronregie" class="mw-redirect" title="Synchronregie">Synchronregie</a></i></div>
<p>Der <a href="Dialogregie" title="Dialogregie">Dialogregisseur</a> trägt die Verantwortung für die Qualität der Synchronfassung. Im Vorfeld bereitet er die Synchronschauspieler auf ihre jeweilige Rolle vor, die im Gegensatz zu Filmarbeiten den Text noch nicht kennen und aufgrund angestiegener Schutzmaßnahmen vor Schwarzkopien meist auch nicht mit dem Film vertraut sind (vgl. Interview mit Nana Spier zu den Arbeiten an „Drei Engel für Charlie“). Bei den Aufnahmen werden die einzelnen Dialogsequenzen <i>take by take</i> vom Synchronsprecher direkt eingesprochen, somit muss er sich den Text nur satzweise rasch einprägen.
</p><p>Im <a href="Schalld%C3%A4mpfung" title="Schalldämpfung">schallgedämpften</a> Aufnahmeraum sieht sich der <a href="Synchronsprecher" title="Synchronsprecher">Synchronschauspieler</a> den einzusprechenden Filmausschnitt im Original an und spricht daraufhin den Text laut Dialogbuch in ein Mikrofon so oft ein, bis die Aufnahme möglichst lippensynchron und geräuschfrei (=sauber) ist. Für die zweite Gewährleistung ist der <a href="Tonmeister" title="Tonmeister">Tonmeister</a> zuständig, der an der Seite des Synchronregisseurs in der Regiebox arbeitet.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tonmischung">Tonmischung</h3></div>
<p>Letzter Schritt der Synchronisation ist die Tonmischung. Das deutsche Sprachband wird mit dem <a href="Internationale_Tonspur" title="Internationale Tonspur">IT-Band</a> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">international track</span>) zusammengeführt, das alle Geräusche und Musikeinspielungen des Originalfilms mit Ausnahme der Dialoge enthält. Bei Neu- oder Erstsynchronisationen älterer Filme ist ein solches Band meist von schlechter Qualität oder gar nicht vorhanden; dann müssen sämtliche <a href="Atmo" title="Atmo">Atmos</a> und <a href="Ger%C3%A4uschemacher" title="Geräuschemacher">Geräusche</a> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">Foleys</span>) nachproduziert werden. Heutige digitale Aufnahmesysteme bieten die Möglichkeit zur Anlage umfangreicher Tonarchive, auf die umstandslos zugegriffen werden kann, so dass nachträgliche Geräuschaufnahmen zunehmend entfallen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stimmenbesetzung">Stimmenbesetzung</h2></div>
<p>Ein Vorteil der Synchronisation ist, dass Synchronsprecher mit Stimmen gewählt werden können, die dem Typus des Schauspielers, der Rolle und/oder den Hörgewohnheiten der Zuschauer in der Zielsprache besser entsprechen als die Originalstimme des Schauspielers. In solchen Fällen weicht die Synchronstimme dann erheblich vom Original ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Feststimmen">Feststimmen <span id="Feststimme"></span></h3></div>
<p>Viele ausländische Schauspieler hatten und haben eine deutsche Standardstimme, so zum Beispiel <a href="Georg_Thomalla" title="Georg Thomalla">Georg Thomalla</a> für <a href="Jack_Lemmon" title="Jack Lemmon">Jack Lemmon</a> und <a href="Peter_Sellers" title="Peter Sellers">Peter Sellers</a>, <a href="Siegmar_Schneider" title="Siegmar Schneider">Siegmar Schneider</a> für <a href="James_Stewart" title="James Stewart">James Stewart</a>, <a href="Margot_Leonard" title="Margot Leonard">Margot Leonard</a> für <a href="Marilyn_Monroe" title="Marilyn Monroe">Marilyn Monroe</a> und <a href="Brigitte_Bardot" title="Brigitte Bardot">Brigitte Bardot</a>, <a href="Arnold_Marquis" title="Arnold Marquis">Arnold Marquis</a> für <a href="John_Wayne" title="John Wayne">John Wayne</a>, <a href="Friedrich_Sch%C3%BCtter" title="Friedrich Schütter">Friedrich Schütter</a> für <a href="Lorne_Greene" title="Lorne Greene">Lorne Greene</a> (<i><a href="Bonanza" title="Bonanza">Bonanza</a></i>), <a href="Gert_G%C3%BCnther_Hoffmann" title="Gert Günther Hoffmann">Gert Günther Hoffmann</a> für <a href="Sean_Connery" title="Sean Connery">Sean Connery</a>, <a href="Paul_Newman" title="Paul Newman">Paul Newman</a>, <a href="Rock_Hudson" title="Rock Hudson">Rock Hudson</a>, <a href="Lex_Barker" title="Lex Barker">Lex Barker</a> und <a href="William_Shatner" title="William Shatner">William Shatner</a>, <a href="Thomas_Danneberg" title="Thomas Danneberg">Thomas Danneberg</a> für <a href="Sylvester_Stallone" title="Sylvester Stallone">Sylvester Stallone</a>, <a href="Arnold_Schwarzenegger" title="Arnold Schwarzenegger">Arnold Schwarzenegger</a>, <a href="Dan_Aykroyd" title="Dan Aykroyd">Dan Aykroyd</a> und <a href="John_Cleese" title="John Cleese">John Cleese</a>, <a href="Christian_Br%C3%BCckner" title="Christian Brückner">Christian Brückner</a> für <a href="Robert_De_Niro" title="Robert De Niro">Robert De Niro</a> oder <a href="Manfred_Lehmann" title="Manfred Lehmann">Manfred Lehmann</a> für <a href="Bruce_Willis" title="Bruce Willis">Bruce Willis</a> und <a href="G%C3%A9rard_Depardieu" title="Gérard Depardieu">Gérard Depardieu</a>.
</p><p>Es wird angestrebt, diese <a href="Synchronsprecher" title="Synchronsprecher">Synchronsprecher</a> stets gleich zu besetzen, um den <a href="Wiedererkennungswert" class="mw-redirect" title="Wiedererkennungswert">Wiedererkennungswert</a> auch im deutschen Kino zu gewährleisten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nichtbesetzung_der_Standardstimme">Nichtbesetzung der Standardstimme</h3></div>
<p>Die Gründe für die Nichtbesetzung der Standardstimme können sehr unterschiedlich sein:
</p>
<ul><li>Wenn ein Sprecher durch ein laufendes Projekt aktuell verhindert ist, wertet die Filmproduktionsfirma die Umbesetzung einer Standardstimme geringer, als den durch verzögerten Filmstart entstehenden Zinsverlust (längere Amortisationszeit der Produktionskosten). Dieser Faktor betrifft vor allem teure Großproduktionen mit global synchronisierten Startterminen.</li>
<li>Die Filmschaffenden (Regisseur, Produzenten, Originalschauspieler etc.) entscheiden sich aus künstlerischen Gründen gegen die Standardstimme. Dies war unter anderem bei der Synchronisation von <i><a href="Fluch_der_Karibik" title="Fluch der Karibik">Fluch der Karibik</a></i> der Fall, als man entschied, <a href="Johnny_Depp" title="Johnny Depp">Johnny Depp</a> nicht wie üblich von <a href="David_Nathan" title="David Nathan">David Nathan</a>, sondern von <a href="Marcus_Off" title="Marcus Off">Marcus Off</a> synchronisieren zu lassen, um der „<a href="Tunte" title="Tunte">tuntigen</a>“ Diktion des Originals näherzukommen.</li>
<li>Im Film treten zwei Schauspieler auf, deren Synchronstimmen bisher vom selben Sprecher stammen. Beispiele hierzu sind: <i><a href="The_Watcher_(2000)" title="The Watcher (2000)">The Watcher</a></i> mit <a href="James_Spader" title="James Spader">James Spader</a> und <a href="Keanu_Reeves" title="Keanu Reeves">Keanu Reeves</a> (Standard-Synchronstimme: <a href="Benjamin_V%C3%B6lz" title="Benjamin Völz">Benjamin Völz</a>), <i><a href="Mission_to_Mars" title="Mission to Mars">Mission to Mars</a></i> mit <a href="Tim_Robbins" title="Tim Robbins">Tim Robbins</a> und <a href="Gary_Sinise" title="Gary Sinise">Gary Sinise</a> (Standard: <a href="Tobias_Meister" title="Tobias Meister">Tobias Meister</a>) oder <i><a href="Public_Enemies" title="Public Enemies">Public Enemies</a></i> mit <a href="Johnny_Depp" title="Johnny Depp">Johnny Depp</a> und <a href="Christian_Bale" title="Christian Bale">Christian Bale</a> (Standard: David Nathan). Bei den Erstgenannten wurde die gewohnte Stimme im Film beibehalten, der andere Darsteller erhielt jeweils eine Ersatzstimme.</li>
<li>Der Sprecher fordert für die Synchronisation eine Gage, die die Produktionsfirma oder das Synchronstudio nicht bezahlen möchten. Ein Beispiel ist <i><a href="Akte_X_%E2%80%93_Jenseits_der_Wahrheit" title="Akte X – Jenseits der Wahrheit">Akte X – Jenseits der Wahrheit</a>,</i> wo Synchronsprecher <a href="Benjamin_V%C3%B6lz" title="Benjamin Völz">Benjamin Völz</a> eine zu hohe Gage verlangte, weshalb Hauptdarsteller <a href="David_Duchovny" title="David Duchovny">David Duchovny</a> von <a href="Johannes_Berenz" title="Johannes Berenz">Johannes Berenz</a> gesprochen wird.</li>
<li>Der Synchronsprecher stirbt. So gab es zum Beispiel für Sean Connery seit dem Tod von Gert Günther Hoffmann keine Standard-Stimme mehr.</li>
<li>Der Schauspieler spielt in einer Fortsetzung mit, in deren Original er nicht von seinem Standardsprecher gesprochen wurde.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Doppelte_Verwendung_der_Synchronstimme">Doppelte Verwendung der Synchronstimme</h3></div>
<p>In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass zwei oder mehr Schauspieler innerhalb eines Films oder einer Serien-Folge denselben Sprecher haben. Meist geschieht das, weil einer oder beide Schauspieler sehr bekannt sind und man den Zuschauer durch eine andere Stimme nicht verunsichern möchte. In der Regel versucht hier der Synchronsprecher, dies durch andere Akzente oder unterschiedliche Tonlagen besser unterscheidbar zu machen.
Dies ist etwa bei den beiden Filmen <a href="The_Expendables_2" title="The Expendables 2">The Expendables 2</a> und <a href="The_Expendables_3" title="The Expendables 3">The Expendables 3</a> geschehen, da die beiden Schauspieler <a href="Sylvester_Stallone" title="Sylvester Stallone">Sylvester Stallone</a> und <a href="Arnold_Schwarzenegger" title="Arnold Schwarzenegger">Arnold Schwarzenegger</a> seit Jahren in der Regel von <a href="Thomas_Danneberg" title="Thomas Danneberg">Thomas Danneberg</a> gesprochen werden.
Außerdem waren die beiden Schauspieler zuvor schon in <a href="Escape_Plan" title="Escape Plan">Escape Plan</a> gemeinsam zu sehen. Für Escape Plan wurde Arnold Schwarzenegger jedoch von <a href="Ralph_Schicha" title="Ralph Schicha">Ralph Schicha</a> gesprochen.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies wurde von einigen Kino-Gängern in Internet-Foren diskutiert und teilweise negativ aufgefasst. Auch der Sprecher Thomas Danneberg äußerte sich in einem Radio-Interview negativ darüber.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weiter ist dies in den Serien <a href="Mike_%26_Molly" title="Mike & Molly">Mike & Molly</a> und <a href="The_Big_Bang_Theory" title="The Big Bang Theory">The Big Bang Theory</a> der Fall. So synchronisiert in <i>Mike & Molly</i> die Sprecherin <a href="Kerstin_Sanders-Dornseif" title="Kerstin Sanders-Dornseif">Kerstin Sanders-Dornseif</a> die Schauspielerin <a href="Rondi_Reed" title="Rondi Reed">Rondi Reed</a>, die zur Stammbesetzung gehört. Kerstin Sanders-Dornseif ist darüber hinaus seit Jahren Stamm-Sprecherin der Schauspielerin <a href="Susan_Sarandon" title="Susan Sarandon">Susan Sarandon</a>. Da Susan Sarandon in der Serie einige Gast-Auftritte hat, hat man sie mit derselben Sprecherin synchronisiert.
</p><p>Ebenso wurde in <i>The Big Bang Theory</i> für die Schauspielerin <a href="Kaley_Cuoco" title="Kaley Cuoco">Kaley Cuoco</a> die Stimme von <a href="Sonja_Spuhl" title="Sonja Spuhl">Sonja Spuhl</a> wieder verwendet, da sie mit dieser schon in <a href="Meine_wilden_T%C3%B6chter" title="Meine wilden Töchter">Meine wilden Töchter</a> synchronisiert wurde. Dieselbe Stimme wurde auch für <a href="Summer_Glau" title="Summer Glau">Summer Glau</a> in der Serie <a href="Terminator%3A_The_Sarah_Connor_Chronicles" title="Terminator: The Sarah Connor Chronicles">Terminator: The Sarah Connor Chronicles</a> verwendet. Als Summer Glau in <i>The Big Bang Theory</i> einen Gastauftritt als sie selbst – mit Bezug auf ihre Rolle in <i>Terminator: The Sarah Connor Chronicles</i> – hat, ist deshalb in dieser Folge bei beiden Darstellerinnen dieselbe Synchronstimme zu hören.
</p><p>Eher selten erfolgt die mehrfache Verwendung von Synchronstimmen aus Kostengründen. Letzteres war beispielsweise im ehemaligen Ostblock (mit Ausnahme der DDR) üblich, wo häufig nur eine Männer- und eine Frauenstimme pro Film Verwendung fand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nachvertonung_nicht_fremdsprachiger_Produktionen">Nachvertonung nicht fremdsprachiger Produktionen</h3></div>
<p>Eine Nachsynchronisation wird bei nichtfremdsprachigen Filmen zumeist notwendig, wenn der Originalton aus technischen Gründen nicht zu gebrauchen ist. So hat man bei Außenaufnahmen häufig starken Verkehrslärm auf der Aufnahme, was nicht nur bei historischen Filmen sehr störend sein kann. Auch punktuelle Geräusche wie starkes Dielenknarren können einzelne Sätze unverständlich machen. Gelegentlich besteht ein Regisseur auch aus künstlerischen Gründen auf einer teilweisen Nachsynchronisation, beispielsweise bei Fehlbetonungen oder missglückter emotionaler Stimmhaltung.
</p><p>In der Tonnachbearbeitung sprechen die eingesetzten Schauspieler ihre Rollen in der Regel jeweils selbst. Es kann jedoch vorkommen, dass ein anderer Schauspieler für die Nachvertonung eingesetzt wird, so wie es dem deutschen Schauspieler <a href="Raimund_Harmstorf" title="Raimund Harmstorf">Raimund Harmstorf</a> bei der Bearbeitung zum <a href="Abenteuervierteiler" title="Abenteuervierteiler">ZDF-Vierteiler</a> <i><a href="Der_Seewolf_(1971)" title="Der Seewolf (1971)">Der Seewolf</a></i> ergangen ist, als er von <a href="Kurt_E._Ludwig" title="Kurt E. Ludwig">Kurt E. Ludwig</a> als Sprecher ersetzt wurde oder <a href="Uschi_Glas" title="Uschi Glas">Uschi Glas</a>, die als „Indianerin“ mit bayerischem Zungenschlag in dem <a href="Karl-May-Film" class="mw-redirect" title="Karl-May-Film">Karl-May-Film</a> <i><a href="Winnetou_und_das_Halbblut_Apanatschi" title="Winnetou und das Halbblut Apanatschi">Winnetou und das Halbblut Apanatschi</a></i> (1966) nicht durchgegangen wäre und deren Stimme durch die von <a href="Marion_Hartmann" title="Marion Hartmann">Marion Hartmann</a> ersetzt wurde.
</p><p>Da <a href="Werner_Herzog" title="Werner Herzog">Werner Herzog</a> die Stimme von <a href="Klaus_Kinski" title="Klaus Kinski">Klaus Kinski</a> bei zwei gemeinsamen Projekten nicht passend fand, ließ er ihn bei <a href="Aguirre%2C_der_Zorn_Gottes" title="Aguirre, der Zorn Gottes">Aguirre, der Zorn Gottes</a> (1972) von <a href="Gerd_Martienzen" title="Gerd Martienzen">Gerd Martienzen</a> und bei <a href="Cobra_Verde" title="Cobra Verde">Cobra Verde</a> (1987) von <a href="Fred_Maire" title="Fred Maire">Fred Maire</a> synchronisieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Übersetzung_fremdsprachiger_Filme"><span id=".C3.9Cbersetzung_fremdsprachiger_Filme"></span>Übersetzung fremdsprachiger Filme</h2></div>
<p>In erster Linie versteht man unter Synchronisation die lippensynchrone Nachvertonung eines ausländischen Films in einer anderen Sprache durch Synchronsprecher. In Deutschland und Österreich werden nahezu alle fremdsprachigen Filme und Serien synchronisiert. Sprachliche Änderungen sind jedoch nicht immer Übersetzungsfehler und oft gewollt, um die Inhalte dem Zielkulturkreis und dem dortigen Verständnis oder ganz einfach der Lippenbewegung der Schauspielerin bzw. des Schauspielers anzupassen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interpretation_und_Fehlerquellen">Interpretation und Fehlerquellen</h3></div>
<p>Für die Filmsynchronisation treffen im Prinzip alle Aspekte zu, die auch für die literarische <a href="%C3%9Cbersetzung_(Sprache)" class="mw-redirect" title="Übersetzung (Sprache)">Übersetzung</a> ein Problem darstellen. Hierzu zählen insbesondere die sogenannte <i><a href="%C3%9Cbersetzung_(Sprache)#Doppelte_Bindung" class="mw-redirect" title="Übersetzung (Sprache)">Doppelte Bindung</a>,</i> also der Konflikt zwischen dem Sprachgebrauch des Originals und dem der Zielgruppe, sowie die <a href="Subjektivit%C3%A4t" title="Subjektivität">Subjektivität</a> des Übersetzenden. Wortspiele, <a href="Konnotation" title="Konnotation">Konnotationen</a> und kulturelle Kontexte wie zum Beispiel Prominente, die nur im Herkunftsland des Filmes bekannt sind, oder nur auf die Originalsprache zutreffen, kommen hinzu und werden durch das zeitliche und rhythmische Korsett verschärft. Die Synchronisation stellt also in jedem Fall eine <a href="Interpretation" title="Interpretation">Interpretation</a> dar.<sup id="cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Mühlbauer-ZenSync-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Außerdem bedeutet eine Überarbeitung, gleich ob Synchronisation oder Untertitelung, immer auch eine neue mögliche Fehlerquelle; es können sich so Flüchtigkeitsfehler oder Übersetzungsfehler einschleichen; so zum Beispiel die typischen „<a href="Falscher_Freund" title="Falscher Freund">falschen Freunde</a>“ wie „<a href="Silikone" title="Silikone">Silikon</a>“ statt korrekt „<a href="Silicium" title="Silicium">Silizium</a>“ für das englische <i>silicon</i> oder der Begriff „geniality“ wird mit „Genialität“ statt korrekt mit „Freundlichkeit“ übersetzt. Auch spezifische englische Bezeichnungen für Begriffe oder Sachgegenstände werden häufig falsch synchronisiert, so wird beispielsweise ein chemisches Element „Sodium“ erschaffen, das im Deutschen gar nicht existiert, anstatt die korrekte Übersetzung „<a href="Natrium" title="Natrium">Natrium</a>“ zu verwenden.
Wenn die Synchronisationen ohne ein Original-<a href="Drehbuch" title="Drehbuch">Drehbuchskript</a> vollzogen werden und die Akustik als Referenz herangezogen wird, kann das Missverständnisse und Doppeldeutigkeiten fördern. Beispielsweise wird etwa statt <i>suns</i> „Sonnen“, <i>sons</i> „Söhne“ verstanden. Weiterhin sind in manchen Synchronfassungen erhebliche qualitative Mängel festzustellen, die nicht nur sinnverfälschend sind, sondern auf manche Zuschauer lächerlich wirken.<sup id="cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-Mühlbauer-ZenSync-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ferner kann die Synchronisation <a href="Anglizismus" title="Anglizismus">Anglizismen</a> fördern, wenn beispielsweise Wörter englische Begriffe wie <i>lunch</i> (<i>Mittagessen</i>) oder <i>Dinner</i> (<i>Abendessen</i>) nicht ins Deutsche übersetzt, sondern einfach beibehalten werden. In vielen Fällen gehen unübersetzbare Doppeldeutigkeiten und sprachliche Feinheiten aus der Ursprungssprache im Zuge der Übersetzung verloren. Ungenauigkeiten und Fehler sind mehr oder weniger in jedem synchronisierten Film zu finden. Konkrete Beispiele hierfür sind:
</p>
<ul><li><i><a href="Stand_by_Me_%E2%80%93_Das_Geheimnis_eines_Sommers" title="Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers">Stand By Me</a>:</i> In der Szene, in der eine „Oberschule“ erwähnt wird, dieser Begriff aber im Englischen eigentlich sinngemäß <i>Highschool</i> bedeutet.</li>
<li><i><a href="Blade_Runner" title="Blade Runner">Blade Runner</a>:</i> „Mach mir davon eine feste Kopie“. Das englische <i>Hardcopy</i> bedeutet aber <i>Papier-Ausdruck</i>.</li>
<li><i><a href="Jagd_auf_Roter_Oktober_(Film)" title="Jagd auf Roter Oktober (Film)">Jagd auf Roter Oktober</a>:</i> Der Kapitän führt ein waghalsiges Manöver durch, bei dem sich das U-Boot neigt oder es zu einem Zusammenstoß kommen könnte. Damit sich die Mannschaft hierauf vorbereitet, gibt er den Befehl: <i>„Sound collision!“</i> Die deutsche Übersetzung hier wäre sinngemäß „Warnsignal für Kollision!“ Tatsächlich wurde übersetzt mit „Geräusch vorausnehmen!“, was unlogisch erscheint.</li>
<li>Bei <i><a href="Austin_Powers_%E2%80%93_Das_Sch%C3%A4rfste%2C_was_Ihre_Majest%C3%A4t_zu_bieten_hat" title="Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat">Austin Powers</a></i> kommt es zu einem kurzen Dialog, der im Original <i>„Sex?“ – „Yes, please!“</i> lautet. Hier wird mit der Doppeldeutigkeit des Wortes <i>sex</i> in der englischen Sprache gespielt, das sowohl <a href="Genetisches_Geschlecht" class="mw-redirect" title="Genetisches Geschlecht">Geschlecht</a> als auch <a href="Geschlechtsverkehr" title="Geschlechtsverkehr">Geschlechtsverkehr</a> bedeuten kann. Der Gefragte interpretiert hier die Frage nach dem Geschlecht als Aufforderung zum Sex und möchte dieser nachkommen. In der deutschen Fassung lautet der Dialog „Geschlecht?“ – „Ja, bitte!“, wobei das Wortspiel mit der Doppeldeutigkeit im Englischen, auch wegen der zeitlichen Einschränkungen, die bei einer Synchronisation eingehalten werden müssen, verloren geht.</li>
<li><i><a href="The_Office_(US-amerikanische_Fernsehserie)" title="The Office (US-amerikanische Fernsehserie)">The Office US</a>:</i> Pam steht kurz vor dem <a href="Mutterschaftsurlaub" title="Mutterschaftsurlaub">Mutterschaftsurlaub</a> und lernt ihre Vertretung an. Bei dieser handelt es sich um eine attraktive junge Frau. Pam will von ihrem Mann Jim wissen, ob er die neue Vertretung attraktiv finde. Jim dementiert dies mehrfach. Pam meint daraufhin: „Sogar ich würde Pommes zu der Süssen haben wollen.“, was im Deutschen keinen Sinn ergibt. Im englischen Original lautet die Aussage Pams: „Even I'd have fries with this chick.“, wobei <i>chick</i> hier im Englischen sowohl umgangssprachlich salopp für (dt.) <a href="M%C3%A4dchen" title="Mädchen">Mädel</a> als auch die englische Kurzform von <i>chicken</i> (dt. <a href="Gefl%C3%BCgelfleisch" title="Geflügelfleisch">Hühnchen</a>) steht, was im Kontext mit den <a href="Pommes" class="mw-redirect" title="Pommes">Pommes</a>/<i>fries</i> deutlich mehr Sinn ergibt.</li></ul>
<p>Eine Besonderheit, wie durch die Synchronisation ins Deutsche eine Szene ihren Sinn verliert, findet sich zum Beispiel im Film <i><a href="Inglourious_Basterds" title="Inglourious Basterds">Inglourious Basterds</a></i>: Neben Englisch und Deutsch wird in vielen Szenen auch Französisch gesprochen und in einer weiteren Italienisch. Lediglich die englischsprachigen Szenen wurden synchronisiert, während auch in der deutschen Synchronfassung weiterhin auf Französisch und Italienisch miteinenader gesprochen wird. Gleich zu Beginn kommt es zu der unschlüssig wirkenden Szene, in der der österreichische SS-Führer Landa mit einem französischen Bauern eine Unterhaltung auf Englisch führt. Hier wirkt die Szene in der deutschen Synchronisation schlüssiger, da ein einfacher Bauer im von Deutschen besetzten Frankreich eher die Sprache der Besatzungsmacht beherrschen dürfte als die Sprache einer entfernten Nation. Andersherum treffen in einer späteren Szene mehrere als SS-Angehörige getarnte deutschsprachige Mitglieder der Basterds während einer Geheimmission auf deutsche Soldaten. Als diese von einem betrunkenen Deutschen belästigt werden, weist ausgerechnet der englische Geheimdienstoffizier (gespielt von <a href="Michael_Fassbender" title="Michael Fassbender">Michael Fassbender</a>, der tatsächlich fließend Deutsch mit hörbarem Aktzent spricht) diesen zurecht, offenbart jedoch seinen starken Akzent und wird vom deutschen Soldaten auf ebendiesen angesprochen. Letztlich werden die Basterds hierdurch von einem zufällig anwesenden Gestapo-Offizier enttarnt. Da diese Szene in der deutschen Synchronfassung einen identischen Wortlaut hat, jedoch der markante Akzent fehlt, spricht der Deutsche den getarnten Briten auf seine „komische Art zu Reden“ an. Da sich die Ausdrucksweise (etwa im Vergleich zum überaus eloquenten Landa oder den eher ordinären Amerikanern im Film) jedoch nicht merklich von der der anderen Anwesenden unterscheidet, wirkt das nun geweckte Misstrauen des aufmerksamen Gestapo-Offiziers hier nicht wirklich schlüssig.
</p><p>Einige Beispiele von Übersetzungsproblemen finden sich auch in dem Film <i><a href="Eins%2C_zwei%2C_drei" title="Eins, zwei, drei">Eins, zwei, drei</a></i> von <a href="Billy_Wilder" title="Billy Wilder">Billy Wilder</a>. Der Film handelt von einem Manager und Mitarbeitern der <a href="Coca-Cola" title="Coca-Cola">Coca-Cola</a>-Filiale im damaligen <a href="West-Berlin" title="West-Berlin">West-Berlin</a> und spielt in einigen Dialogen mit den Unterschieden zwischen der deutschen und englischen Sprache. Durch die deutsche Synchronisation entstehen allerdings einige Unstimmigkeiten:
</p>
<ul><li>Nachdem die Tochter des Coca-Cola-Chefs McNamara schwanger geworden ist, fällt dem deutschen Arzt im Original das englische Wort <i>pregnant</i> nicht ein („Schwanger … you know … such a Dummkopf I am!“). In der deutschen Übersetzung konnte man schlecht darstellen, dass ein Arzt nicht weiß, was „schwanger“ bedeutet. So behalf man sich damit, dass ihm die Situation peinlich ist und er sich mit Umschreibungen zu helfen versucht („In Erwartung … Sie wissen schon … ach Gott, wie unangenehm!“). McNamaras kleine Tochter sagt daraufhin in der deutschen Synchronisation wörtlich aus dem englischen Original übersetzt: „Scarlett wird Junge bekommen!“ <i>(„Scarlett’s going to have puppies!“).</i> Nun spricht Mrs McNamara das Wort „schwanger“ aus, der Arzt ist erleichtert und singt zu der Melodie des <a href="Die_Walk%C3%BCre" title="Die Walküre">Walkürenritts</a> beim Hinausgehen statt „Schwanger is pregnant, schwanger is pregnant!“ in der deutschen Fassung „Schwanger ist prächtig, schwanger ist prächtig!“, da „pregnant“ und „prächtig“ phonetisch sehr ähnlich klingen.</li></ul>
<ul><li>Im englischen Original begrüßt Schlemmer seinen ehemaligen Vorgesetzten aus der <a href="SS" class="mw-redirect" title="SS">SS</a> mit „Herr Oberleutnant“. In der deutschen Synchronisation wurde daraus „Herr Obersturmführer“, da es in der SS den Rang Oberleutnant nicht gab und das beim deutschen Publikum, anders als beim amerikanischen, als bekannt vorausgesetzt wurde. Anschließend sagt McNamara zu Schlemmer: <i>„You are back in the SS! ‚S‘maller ‚S‘alary!“</i> (Wörtlich: „Sie sind zurück in der SS! Geringeres Gehalt!“) In der deutschen Fassung löste man das mit „Sie sind zurückversetzt in die <a href="Hitlerjugend" title="Hitlerjugend">HJ</a>! <i>H</i>onorar <i>J</i>ekürzt“.</li></ul>
<ul><li>Ein weiteres Beispiel ist die Szene mit den Vertragsverhandlungen zwischen den <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">sowjetischen</a> Kommissaren und McNamara, als dieser in der Originalfassung <i>„royalties“</i> (Lizenzgebühren) einfordert. Das sich daraus ergebende Wortspiel ist im Deutschen nicht gegeben, weshalb die Übersetzung dann „fürstliche Dividende“ lautet. In Übereinstimmung mit dem Original entgegnet der Kommissar auch in der Synchronfassung, man habe in der Sowjetunion keinen Adel mehr, seit man den <a href="Zar" title="Zar">Zaren</a> liquidiert hat.</li></ul>
<ul><li>Unübersetzbar bleibt ein komisches Missverständnis beim Auftritt des Juweliers. Dieser kündigt sich mit dem Ausruf „Schmuck!“ an. Ohne ihn und seine Waren gesehen zu haben, fühlt sich McNamara als „<a href="Schmock" title="Schmock">Schmock</a>“ beschimpft. In der deutschen Fassung bleibt unklar, warum er so unwirsch reagiert.</li></ul>
<p>Eigenartig wirkt hier ebenfalls die Originalfassung des Films <i><a href="Urteil_von_N%C3%BCrnberg" title="Urteil von Nürnberg">Urteil von Nürnberg</a></i>: Im Nürnberg der Nachkriegszeit treffen während des (in seiner dargestellten Form fiktiven) <a href="Juristenprozess" title="Juristenprozess">Juristenprozess</a> Amerikaner und Deutsche aufeinander. Da auch ein Großteil der Deutschen von Amerikaner dargestellt wird (u. a. <a href="Burt_Lancaster" title="Burt Lancaster">Burt Lancaster</a>, <a href="Judy_Garland" title="Judy Garland">Judy Garland</a> und <a href="Montgomery_Clift" title="Montgomery Clift">Montgomery Clift</a>), hört man diese niemals Deutsch sprechen. Während des Prozesses werden sie trotz ihrer teilweise sehr einfachen Herkunft ohne Verständigungsprobleme auf Englisch befragt und antworten auch so. Der vom Österreicher <a href="Maximilian_Schell" title="Maximilian Schell">Maximilian Schell</a> dargestellte Verteidiger Hans Rolfe spricht als einizge Hauptfigur einen nennenswerten Anteil seines Textes auf Deutsch, scheint während des Prozesses kein Englisch zu verstehen und benötigt einen Übersetzer, unterhält sich außerhalb des Gerichtssaals aber problemlos mit dem amerikanischen Richter Haywood (<a href="Spencer_Tracy" title="Spencer Tracy">Spencer Tracy</a>). An anderer Stelle spricht Rolfe zunächst Deutsch, wechselt dann aber für das Gespräch mit seinem deutschen Mandanten Janning (Lancaster) auf Englisch, obwohl dies hier dramaturgisch keinerlei Sinn ergibt. So entsteht ein inkosequentes Bild, welche Figur denn nun eigentlich welche Sprache beherrscht und spricht – diese Ungereimtheiten finden sich ebenfalls in der Synchonisation wieder, da nun auch alle englischen Passagen auf Deutsch gesprochen werden und die Übersetzer im Gerichtssaal überflüssig wirken, die Szenen ohne Übersetzer jedoch wiederum glauben machen, dass hier auch in der Originalfassung Deutsch gesprochen wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zeitgeist_und_Zensur">Zeitgeist und Zensur</h3></div>
<p>Synchronisation und Filmschnitt wurden wiederholt bewusst eingesetzt, um Inhalte zu verfälschen, teilweise zu <a href="Zensur_(Informationskontrolle)" title="Zensur (Informationskontrolle)">zensieren</a> und dem jeweiligen <a href="Zeitgeist" title="Zeitgeist">Zeitgeist</a> anzupassen.<sup id="cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-3" class="reference"><a href="#cite_note-Mühlbauer-ZenSync-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der 1952 veröffentlichten ersten deutschsprachigen, stark gekürzten Fassung des Films <i><a href="Casablanca_(Film)" title="Casablanca (Film)">Casablanca</a></i> verwandelten sich die <a href="Nazi" title="Nazi">Nazis</a> in schnöde <a href="Ganove" class="mw-redirect" title="Ganove">Ganoven</a>. Alle Szenen mit Major Strasser und anderen Nazis wurden herausgeschnitten. Victor László wurde zu Victor Larsen, einem norwegischen Atomphysiker, der die rätselhaften Delta-Strahlen entdeckt hat. Die Umsatzchancen auf dem deutschen Markt wurden so erhöht. Erst 1975 wurde der wiederhergestellte Film mit neuer Übersetzung und ungeschnitten wiederveröffentlicht.
</p><p>Auch bei dem <a href="Alfred_Hitchcock" title="Alfred Hitchcock">Hitchcock</a>-Film <i>Notorious</i> (1946) wurde der ganze Film sinnentfremdet übersetzt und unter dem Titel <i>Weißes Gift</i> und einer Rauschgiftgeschichte in die deutschen Kinos gebracht. Erneut wollte man, so kurz nach dem Krieg, dem deutschen Publikum keinen Film mit Nazis präsentieren. Erst 1969 kam er mit dem Titel <i><a href="Ber%C3%BCchtigt" title="Berüchtigt">Berüchtigt</a></i> in einer korrekten Übersetzung in Deutschland ins Fernsehen, allerdings immer noch nicht komplett. Verschiedene Szenen, die auf die <a href="IG_Farben" class="mw-redirect" title="IG Farben">IG Farben</a> anspielen, fehlten immer noch.
</p><p>In dem Film <i><a href="Stirb_langsam" title="Stirb langsam">Stirb langsam</a></i> mit Bruce Willis sind im englischen Original die Terroristen ein Trupp von Europäern, vor allem Deutsche; in der deutschen Synchronisation erkennt man nur noch den italienischen Ganoven an seinem Akzent, da ja alle deutsch reden. Das führt vor allem deshalb zu Verwirrungen, weil die Terroristen teils ihre Pläne vor den versammelten Geiseln diskutieren. Im Original tun sie das auf Deutsch, deshalb verstehen es die Geiseln nicht. In der deutschen Synchronfassung funktioniert das nicht. Ebenso verhält es sich bei <i><a href="Der_dritte_Mann" title="Der dritte Mann">Der dritte Mann</a>,</i> bei dem der Protagonist die Deutsch sprechende Bevölkerung im zerstörten <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> nicht versteht, in der Synchronisation aber selbst deutsch spricht.
</p><p>Ähnliche Probleme tauchen in vielen Filmen auf, die im <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> spielen, beispielsweise in der Schlussepisode der Serie <i><a href="Band_of_Brothers_%E2%80%93_Wir_waren_wie_Br%C3%BCder" title="Band of Brothers – Wir waren wie Brüder">Band of Brothers</a></i>. Hier hält ein deutscher General nach der Kapitulation auf Deutsch eine letzte Ansprache an seine Soldaten, die zeitgleich von einem Amerikaner ins Englische übersetzt wird. In der deutschen Synchronfassung versteht man ja den Originaltext, weshalb besagter Amerikaner nur stark sinnentstellende Kommentare zur Rede abgibt. Eine ähnliche Szene findet sich auch in <i>Inglourious Basterds</i>, in der ein gefangener deutscher Soldat vom amerikanischen Lieutenant über weitere deutsche Truppen im näheren Umfeld befragt wird: Während in der Originalfassung ein in die USA geflüchteter österreichischer Jude wörtlich zwischen beiden Sprachen übersetzt, wird er in der deutschen Fassung hinzugerufen, um dem ängstlichen deutschen Soldaten "das Händchen zu halten" – aus dem Dialog mit Übersetzer wird nun eher ein Trialog, in welchem die beiden amerikanischen Soldaten ihre Äußerungen gegenseitig sarkastisch kommentieren. In einer weiteren Einstellung erklärt der deutsche Soldat, was er machen werde, sollte er aus seiner jetzigen Situation freigelassen werden – der Lieutenant blickt währenddessen zu seinem Übersetzer, ehe er sich wieder an seinen Gefangenen wendet und antwortet. In der deutschen Fassung sagt der Übersetzer gar nichts (man kann seinen Mund nicht sehen, sodass nicht ersichtlich ist, dass er im Original spricht), weshalb der abschweifende Blick des Lieutenants weg von seinem scheinbaren Gesprächspartner noch eine zusätzliche Komponente nonverbaler Kommunikation in Form von Desinteresse und Verachtung für seinen Gefangenen mitklingen lässt. Die amerikanischen Soldaten wirken somit in der gesamten Szene durch den grundlegend veränderten Text, bzw. die bissig-angsteinflößenden Kommentare (die ja im Original lediglich eine wörtliche Übersetzung beider Sprachen oder weitere Fragen/Befehle sind) gegenüber unbewaffneten Gefangenen noch sehr viel unbarmherziger und sadistischer, als sie ohnehin portraitiert werden. Noch schwieriger war die deutsche Synchronisation in <i><a href="Der_gute_Hirte_(2006)" title="Der gute Hirte (2006)">Der Gute Hirte</a></i>. In der deutschen Version des Films gibt eine <a href="Dolmetscher" title="Dolmetscher">Dolmetscherin</a> beim Gespräch eines ehemaligen <a href="Schutzstaffel" title="Schutzstaffel">SS-Majors</a> mit einem US-Geheimdienstler ergänzende Kommentare, so als ob sie im Vorfeld bereits mit dem Major gesprochen hätte.
</p><p>Während John Wayne als Big Jim McLain im Original für das <a href="Komitee_f%C3%BCr_unamerikanische_Umtriebe" title="Komitee für unamerikanische Umtriebe">Komitee für unamerikanische Umtriebe</a> Kommunisten verfolgt, jagt er in der deutschsprachigen Synchronfassung einen <a href="Marihuana" title="Marihuana">Marihuanaschmugglerring</a>.<sup id="cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-4" class="reference"><a href="#cite_note-Mühlbauer-ZenSync-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zuerst dank der zunehmenden Verbreitung von <a href="DVD" title="DVD">DVD</a> und <a href="Blu-ray_Disc" title="Blu-ray Disc">Blu-ray Discs</a> und dann der Streamingdienste können heute Liebhaber der Originalfassung und Synchronisationsbefürworter gleichermaßen bedient werden, da die meisten ausländischen Filme sowohl im Originalton als auch in deutscher und weiteren fremdsprachigen Synchronisationen vorliegen und oft zusätzlich Untertitelung verfügbar ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Synchronisation_weltweit">Synchronisation weltweit</h2></div>
<p>Bei <a href="Film" title="Film">Film</a> und <a href="Fernsehen" title="Fernsehen">Fernsehen</a> haben sich in den verschiedenen Sprachregionen unterschiedliche Gewohnheiten herausgebildet. Grundsätzlich werden Programme für Kinder synchronisiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Europa">Europa</h3></div>
<p>Auf dem deutschen, italienischen, spanischen und französischen Kino- und Fernsehmarkt hat sich die flächendeckende Synchronisation nahezu aller internationalen Produktionen durchgesetzt. Filme und Serien mit Untertitelung werden in diesen Ländern allenfalls noch bei sogenannten „Art-House“-Filmen, das heißt Filmen mit gehobenem künstlerischem Anspruch, akzeptiert. Es gibt jedoch auch Kinos, die auch <a href="Hollywood" title="Hollywood">Hollywood</a>-<a href="Blockbuster" title="Blockbuster">Blockbuster</a> in <a href="OmU" title="OmU">OmU</a>-Fassungen zeigen.
</p><p>Die Handhabung in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> war im Wesentlichen mit der in Westdeutschland identisch. Hier wurden die Filme von der <a href="DEFA" title="DEFA">DEFA</a>, im <a href="JohannisthalSynchron" title="JohannisthalSynchron">DEFA Studio für Synchronisation</a>, und dem <a href="Deutscher_Fernsehfunk" title="Deutscher Fernsehfunk">DFF</a>, im <a href="TV%2BSynchron" title="TV+Synchron">Fernsehen der DDR Studio für Synchronisation</a>, bearbeitet.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für einige internationale Filme liegen heute zwei verschiedene deutschsprachige Synchronisationen vor, beispielsweise für die Filmreihe der <a href="Olsenbande" title="Olsenbande">Olsenbande</a> oder für die ungarische Zeichentrickserie <i><a href="Adolars_phantastische_Abenteuer" title="Adolars phantastische Abenteuer">Adolar</a></i>, was Gelegenheit zu Qualitätsvergleichen gab.
</p><p><a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>, <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> und die deutschsprachige <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> verwenden zum Großteil eine gemeinsame deutschsprachige Synchronisation, es gibt aber auch Ausnahmen. Für Filme, die im Fernsehen gezeigt oder als DVD veröffentlicht werden, gibt es jedoch, wenn aber nur sehr selten, auch eigene <a href="%C3%96sterreichisches_Deutsch" title="Österreichisches Deutsch">österreichische</a> Synchronfassungen, was sich aber hauptsächlich auf Kinderfilme oder <a href="Liste_der_Disney-Filme" title="Liste der Disney-Filme">Disney-Filme</a> beschränkt. So gibt es eigene österreichische Synchronfassungen verschiedener Kinder- und Zeichentrickfilme, wie zum Beispiel <i><a href="Shrek_2_%E2%80%93_Der_tollk%C3%BChne_Held_kehrt_zur%C3%BCck" title="Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück">Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück</a></i>, <i><a href="Cars_(Film)" title="Cars (Film)">Cars</a></i> oder <i><a href="Oben" title="Oben">Oben</a></i>, wobei hier nur einige Charaktere auf <a href="%C3%96sterreichisches_Deutsch" title="Österreichisches Deutsch">Österreichisch</a> synchronisiert wurden und die restlichen Charaktere aus der deutschen Fassung übernommen wurden. Eine vollständig auf <a href="%C3%96sterreichisches_Deutsch" title="Österreichisches Deutsch">Österreichisch</a> synchronisierte Fassung gibt es von <i><a href="Ein_Schweinchen_namens_Babe" title="Ein Schweinchen namens Babe">Ein Schweinchen namens Babe</a></i> und dessen Fortsetzung <i><a href="Schweinchen_Babe_in_der_gro%C3%9Fen_Stadt" title="Schweinchen Babe in der großen Stadt">Schweinchen Babe in der großen Stadt</a>.</i>
</p><p>Vor dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> wurde auch in Österreich oft synchronisiert, zum Beispiel bei der <a href="Selenophon_Licht-_und_Tonbildgesellschaft" title="Selenophon Licht- und Tonbildgesellschaft">Selenophon</a> und der <a href="Wien-Film" title="Wien-Film">Wien-Film</a>. Zu dieser Zeit entstanden unter anderem die erste Synchronfassung von <i><a href="Maria_von_Schottland" title="Maria von Schottland">Maria von Schottland</a></i> oder auch die deutschen Synchros für <i><a href="Drei_s%C3%BC%C3%9Fe_M%C3%A4dels" title="Drei süße Mädels">Drei süße Mädels</a></i> und <i><a href="100_Mann_und_ein_M%C3%A4dchen" title="100 Mann und ein Mädchen">100 Mann und ein Mädchen</a></i>.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Manche Filme, die in Österreich synchronisiert wurden, weichen von der deutschen Standard-Synchronfassung ab. Dies betrifft insbesondere die Aussprache und Verwendung einzelner verschiedener Wörter. Außerdem werden englische Anredeformen wie Mr. und Mrs. mit „Herr“ und „Frau“ übersetzt, was zumeist in der deutschen Standard-Synchronfassung nicht übersetzt wird, um möglichst authentisch und lippensynchron zu wirken. Zum anderen werden auch englisch ausgesprochene Wörter und Namen übersetzt und „deutsch“ ausgesprochen: Deutsche Aussprache des Buchstabens „R“ (Zäpfchen-R bzw. gerolltes-R – kein englisches R) und manchmal werden auch Vornamen übersetzt. Ein Beispiel dafür war, dass aus dem englischen Vornamen „Bert“ in der österreichischen Fassung „Bertl“ wurde.
</p><p>Der <a href="%C3%96sterreichischer_Rundfunk" title="Österreichischer Rundfunk">ORF</a> hat die Episode <i>Weihnachten in Florida</i> der <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">US-amerikanischen</a> <a href="Zeichentrickfilm" title="Zeichentrickfilm">Zeichentrickserie</a> <i><a href="Die_Simpsons#Die_Simpsons_auf_österreichischem_Bairisch" title="Die Simpsons">Die Simpsons</a></i> auf österreichisches Deutsch neusynchronisieren lassen. Der Familienvater <a href="Homer_Simpson" title="Homer Simpson">Homer Simpson</a> wird von <a href="Robert_Palfrader" title="Robert Palfrader">Robert Palfrader</a>, Marge Simspon von <a href="Chris_Lohner" title="Chris Lohner">Chris Lohner</a>, <a href="Bart_Simpson" title="Bart Simpson">Bart Simpson</a> von <a href="Paul_Pizzera" title="Paul Pizzera">Paul Pizzera</a> sowie <a href="Lisa_Simpson" title="Lisa Simpson">Lisa Simpson</a> von <a href="Yasmin_Hafedh" title="Yasmin Hafedh">Yasmin Hafedh</a> synchronisiert. Diese Episode wurde erstmals am 23. Dezember 2020 auf <a href="ORF_eins" class="mw-redirect" title="ORF eins">ORF eins</a> ausgestrahlt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die vom <a href="%C3%96sterreichischer_Rundfunk" title="Österreichischer Rundfunk">ORF</a> in Auftrag gegebene Synchronfassung wurde von MG Sound Studios in <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> produziert.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den städtischen Kinos der deutschsprachigen Schweiz wurden lange Zeit alle Filme in der Originalfassung mit deutschen und meist auch französischen Untertiteln gezeigt. Da die Filme oft in mehreren Kinosälen einer Stadt programmiert sind, wurde in der Regel auch die deutsche Synchronfassung gezeigt. Seit einigen Jahren geht der Trend jedoch immer stärker zu Vorführungen ausschließlich synchronisierter Filmfassungen. Leo Baumgartner von Warner Schweiz sieht einen Grund für diese Tendenz im jüngeren Publikum mit <a href="Migrationshintergrund" title="Migrationshintergrund">Migrationshintergrund</a>.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Fernsehkanälen des <a href="Schweizerische_Radio-_und_Fernsehgesellschaft" title="Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft">Schweizer Fernsehens</a> sind Synchronfassungen in der Sprache des jeweiligen Landesteils üblich. Die meisten fremdsprachigen Filme und Serien werden jedoch mit <a href="Zweikanalton" title="Zweikanalton">Zweikanalton</a> angeboten, bei dem zwischen Original- und Synchronfassung gewählt werden kann.
</p><p>In den meisten Ländern Europas mit geringer Einwohnerzahl war eine Synchronisation anfänglich kaum rentabel, da der nationale Fernsehmarkt bzw. die Abonnentenzahl zu klein war. Die Bevölkerung dieser Länder lehnt meist auch mit großer Mehrheit Synchronisationen ab. Beispielsweise sind in Skandinavien und den Niederlanden 90 bis 95 Prozent der Bevölkerung gegen eine Synchronisation von Filmen.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Deshalb wird – mit Ausnahme weniger Kindersendungen – grundsätzlich das Original mit Untertiteln ausgestrahlt. Ausnahmen hiervon bilden <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a>, <a href="Tschechien" title="Tschechien">Tschechien</a> und die <a href="Slowakei" title="Slowakei">Slowakei</a>, wobei die Slowakei nur von Zeit zu Zeit eigene Synchronfassungen erstellt, das gilt dann vor allem für Zeichentrick-, Walt-Disney- sowie Fantasy-Filme wie <a href="Harry_Potter" title="Harry Potter">Harry Potter</a> oder <a href="Herr_der_Ringe" class="mw-redirect" title="Herr der Ringe">Herr der Ringe</a>. Fernsehserien und übliche Spielfilme werden – wenn vorhanden – auf <a href="Tschechische_Sprache" title="Tschechische Sprache">Tschechisch</a> gezeigt, da sich <a href="Tschechen" title="Tschechen">Tschechen</a> und <a href="Slowaken" title="Slowaken">Slowaken</a> problemlos verstehen und sich eine eigene Synchronfassung in den meisten Fällen nicht auszahlt.
</p><p>In Ungarn hat sich die Synchronisation im Fernsehen weitgehend durchgesetzt, wenn auch mit bescheideneren Mitteln. Das gilt auch für viele Kinofilme. Ungarische Synchronisationen haben, aufgrund ihrer besonders langen Tradition, ein sehr hohes Niveau und eine sehr gute Qualität. Zwischen 1998 und 2006 wurden jedoch, aus Kostengründen, viele Filme im Kino lediglich mit Untertiteln gezeigt (jene Filme waren bei späteren TV-Ausstrahlungen jedoch ungarisch vertont). Seit 2006 werden die Filme jedoch auch im Kino alle wieder synchronisiert gezeigt. Dies liegt nicht zuletzt an dem Einzug der Digitaltechnik und den damit fallenden Verbreitungskosten für Tonkopien. Auch stieß untertiteltes Kino in breiten Massen der Bevölkerung auf starke Ablehnung, was zuvor zu einer Abnahme der Besucherzahlen geführt hatte.
</p><p>In <a href="Nordeuropa" title="Nordeuropa">Nordeuropa</a> sowie in den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a>, <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">Großbritannien</a>, <a href="Belgien" title="Belgien">Belgien</a> und <a href="Portugal" title="Portugal">Portugal</a> werden fremdsprachige Produktionen grundsätzlich mit Untertiteln ausgestrahlt. Programme für Kinder, die noch nicht lesen können, werden jedoch auch hier in der Regel in einer synchronisierten Fassung angeboten. Da Belgien mehrsprachig ist, werden hier Filme auf <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">Französisch</a> und <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">Niederländisch</a> gezeigt. Das Angebot auf <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">Französisch</a> ist ähnlich groß wie das der <a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">deutschen</a> Synchronisation, wo so gut wie alle Filme und Fernsehserien synchronisiert sind. Niederländische Fassungen gibt es in den meisten Fällen nur für kinder- bzw. jugendbezogene Filme. Daneben gibt es aber auch einige Walt-Disney-Filme und Harry-Potter-Filme in <a href="Belgisches_Niederl%C3%A4ndisch" title="Belgisches Niederländisch">Flämisch</a>, das auch <i>belgisches Niederländisch</i> genannt wird. Diese Synchronfassungen unterscheiden sich meist nur durch verschiedene Synchronsprecher und unterschiedliche Betonung, wobei der Text fast Wort für Wort aus der niederländischen Fassung übernommen wird.
</p><p>Im <a href="Bulgarien" title="Bulgarien">bulgarischen</a> Fernsehen werden viele Sendungen in einer bulgarischen Synchronfassung gezeigt, allerdings werden auch viele Sendungen aus Kostengründen mit Untertiteln ausgestrahlt. In <a href="Griechenland" title="Griechenland">Griechenland</a> werden nur Kinderfilme und -serien synchronisiert, Untertitel sind weit verbreitet.
</p><p>In der <a href="T%C3%BCrkei" title="Türkei">Türkei</a> wird häufig und sorgfältig in dem an den staatlichen Filmhochschulen gelehrten und im Fernsehen gesprochenen Dialekt synchronisiert, der mit einer <a href="Standardsprache" title="Standardsprache">Hochsprache</a> vergleichbar ist, von den meisten Türken jedoch in dieser reinen Form nicht gesprochen wird, weshalb solche Filme auf den Zuschauer einen ordentlichen, etwas höher gestellten, aber auch gekünstelten Eindruck machen.
</p><p>In <a href="Russland" title="Russland">Russland</a> und <a href="Polen" title="Polen">Polen</a> sowie in <a href="Lettland" title="Lettland">Lettland</a> und <a href="Litauen" title="Litauen">Litauen</a> wird teilweise auch heute noch eine Synchronverdolmetschung über den Originalsoundtrack gelegt (<a href="Voice-over" class="mw-redirect" title="Voice-over">Voice-over</a>), der im Hintergrund noch hörbar ist. Die Tendenz ist aber stark abnehmend. Neue Filme, insbesondere <a href="Blu-ray" class="mw-redirect" title="Blu-ray">Blu-ray</a>-Produktionen, warten mit einer professionellen Synchronisation auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ostblock_bis_1990">Ostblock bis 1990</h3></div>
<p>Das <a href="Urheberrecht" title="Urheberrecht">Urheberrecht</a> wurde im <a href="Ostblock" title="Ostblock">Ostblock</a> anders gehandhabt. Die Filmverwerter kauften in der Regel keine Masterbänder mit getrennten Tonspuren vom Rechteinhaber, sondern importierten einfache Kino-Gebrauchskopien und adaptierten sie möglichst billig an den nationalen Markt. Es wurden einige wenige oder sogar nur ein einziger Synchronsprecher eingesetzt, und die Tonspur wurde zusätzlich zur leiser gemachten Originaltonspur ausgestrahlt. Zwischendurch wurde auch nicht synchronisiert, sondern einfach in der dritten Person erzählend bzw. kommentierend übersetzt. In der <a href="DDR" class="mw-redirect" title="DDR">DDR</a> und <a href="Tschechoslowakei#Tschechoslowakische_Sozialistische_Republik_(1960–1990)" title="Tschechoslowakei">ČSSR</a> war im Gegensatz zum restlichen Ostblock immer eine komplette Synchronisation üblich. Eine billige Synchronisation, wie zum Beispiel mit Einsprecher, Untertiteln und dergleichen, war dort genauso unüblich wie in Westdeutschland.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nordamerika">Nordamerika</h3></div>
<p>In den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> und <a href="Kanada" title="Kanada">Kanada</a> sind Synchronfassungen äußerst selten, weil nahezu sämtliche Produktionen in der englischen Sprache vorliegen und fremdsprachige mit Untertiteln gezeigt werden. Im französischsprachigen <a href="Qu%C3%A9bec" title="Québec">Québec</a> hingegen strahlen die Fernsehstationen nahezu alle Sendungen in der französischen Synchronfassung aus, teilweise wird vor Ort synchronisiert, teilweise die in Frankreich erstellte Tonspur übernommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lateinamerika">Lateinamerika</h3></div>
<p>Am meisten wird in Mexiko synchronisiert und das bereits seit den <a href="1940er" title="1940er">1940er</a> Jahren. Anfangs wurden die Sprecher, die meistens vom <a href="Radio" title="Radio">Radio</a> kamen, noch in die <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> geholt, um zu synchronisieren. Doch schon bald wurde die Bearbeitung der Filme wieder zurück nach Mexiko und Argentinien verlegt, wo das Synchronisieren aber bald verboten wurde, weil man darin eine Konkurrenz zur nationalen Filmindustrie sah. Zeichentrickfilme wurden aber weiterhin ins Spanische übersetzt.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Inzwischen hat sich die mexikanische Synchronindustrie zu der größten in Lateinamerika entwickelt. Lange Zeit wurden lateinamerikanische Synchros auch in Spanien gezeigt, weshalb die Übersetzer bald ein Spanisch entwickelten, das in allen spanischsprachigen Regionen verständlich war.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a> werden Film- und Fernsehproduktionen aufgrund eines Dekrets von <a href="J%C3%A2nio_Quadros" title="Jânio Quadros">Jânio Quadros</a> im Allgemeinen synchronisiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Asien">Asien</h3></div>
<p>In <a href="Indien" title="Indien">Indien</a> sind Synchronfassungen häufig anzutreffen. Aufgrund der Sprachvielfalt auf dem indischen Subkontinent werden auch nationale Produktionen nachsynchronisiert, weil es im Land viele Sprachen gibt, die in anderen Landesteilen nicht verstanden werden (unter anderem <a href="Hindi" title="Hindi">Hindi</a>, <a href="Malayalam" title="Malayalam">Malayalam</a>, <a href="Tamilische_Sprache" class="mw-redirect" title="Tamilische Sprache">Tamil</a> und <a href="Telugu" title="Telugu">Telugu</a>). In <a href="Nepal" title="Nepal">Nepal</a> werden die indischen Produktionen stets in Hindi, englischsprachige Filme zum besseren Verständnis immer mit englischen Untertiteln gezeigt.
</p><p>In <a href="Japan" title="Japan">Japan</a><sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und auch in der <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">Volksrepublik China</a> werden internationale Film- und Fernsehproduktionen zunehmend synchronisiert, außerdem werden eigene Produktionen für den internationalen Markt englisch synchronisiert.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Selbst rein chinesischsprachige Filme werden oft mit chinesischen Untertiteln versehen, damit Sprecher unterschiedlicher Dialekte dem Geschehen folgen können. Dies ist möglich, weil die einzelnen chinesischen Dialekte alle dieselben Schriftzeichen verwenden. Ebenso werden auch in Japan die japanischsprachigen Fernsehsendungen üblicherweise untertitelt.
</p><p>Im Iran senden die staatlichen TV-Sender ausländische Filme ausschließlich in Synchronfassung. Aus dem Ausland sendende Satellitensender für das iranische Publikum bringen jedoch auch teilweise Filme mit persischen Untertiteln. Insbesondere im Iran offiziell verbotene Filme haben üblicherweise keine Synchronisation. Bei Filmen, die (zunächst) nur in geschnittener Fassung im Iran zu sehen waren, liegen ungekürzte Fassungen vor, bei denen die wieder hinzugefügten Szenen mit Untertiteln ergänzt wurden, sodass im Film zwischen Synchronisation und Original gewechselt wird. Auf dem legalen und dem illegalen DVD-Markt werden Synchronfassungen bevorzugt, sofern vorhanden. Des Weiteren betreibt der Iran mit „iFilm“ und „iFilm English“ zwei Fernsehsender, die ausschließlich speziell für die Sender erstellte arabische bzw. englische Synchronfassungen von iranischen Filmen und Serien ausstrahlen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Afrika">Afrika</h3></div>
<p>Zurzeit werden internationale Produktionen in den meisten afrikanischen Ländern nicht synchronisiert. Ausnahmen sind im Wesentlichen <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a> und andere arabischsprachige Länder (arabisch) und <a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika">Südafrika</a> (afrikaans). Zum Beispiel, die deutsche Krimiserie <i><a href="Derrick" title="Derrick">Derrick</a></i> wurde auf <a href="Afrikaans" title="Afrikaans">Afrikaans</a> synchronisiert, im Radio lief jedoch der <a href="Originalfassung" title="Originalfassung">Originalfassung</a>.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Ländern, in denen auch Französisch gesprochen wird (z. B. <a href="Algerien" title="Algerien">Algerien</a>, <a href="Marokko" title="Marokko">Marokko</a>), werden teilweise französische Synchronfassungen ausgestrahlt, sofern keine arabische Fassung vorliegt. In Ländern, in denen auch <a href="Portugiesische_Sprache" title="Portugiesische Sprache">Portugiesisch</a> gesprochen wird (z. B. Angola, Mozambique), werden teilweise brasilianische Synchronfassungen ausgestrahlt.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Parodistische_Neusynchronisierung">Parodistische Neusynchronisierung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Parodistische_Neusynchronisierung_von_Filmen">Parodistische Neusynchronisierung von Filmen</h3></div>
<p>In <a href="Internet" title="Internet">Internet-Videoportalen</a> wie <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a> erfreuen sich von Amateuren gemachte Neusynchronisationen (auch <a href="Fandub" title="Fandub">„Fandubs“ oder „Fundubs“</a> genannt) von erfolgreichen <a href="Hollywood" title="Hollywood">Hollywood</a>-<a href="Blockbuster" title="Blockbuster">Blockbustern</a> und <a href="Musikvideo" title="Musikvideo">Musikvideos</a> großer Beliebtheit. Die prominentesten Beispiele für dieses Genre sind <i><a href="Sinnlos_im_Weltraum" title="Sinnlos im Weltraum">Sinnlos im Weltraum</a>,</i> eine Parodie auf diverse Folgen der <i><a href="Star_Trek" title="Star Trek">Star-Trek</a></i>-Serie <i><a href="Raumschiff_Enterprise_%E2%80%93_Das_n%C3%A4chste_Jahrhundert" title="Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert">Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert</a></i>, und <a href="Lord_of_the_Weed_%E2%80%93_Sinnlos_in_Mittelerde" title="Lord of the Weed – Sinnlos in Mittelerde">Lord of the Weed</a>, in dem die ersten zwanzig Minuten von <i><a href="Der_Herr_der_Ringe%3A_Die_Gef%C3%A4hrten_(Film)" title="Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Film)">Der Herr der Ringe: Die Gefährten</a></i> in neusynchronisierter und teilweise bearbeiteter Form wiedergegeben werden. Der Witz entsteht dabei vor allem dadurch, dass der Film durch das Wegschneiden des Tons Raum für völlig neue Interpretationsmöglichkeiten bietet. Bestimmte Bewegungen und Ausdrücke können so ins Lächerliche gezogen werden, nicht selten dadurch, dass die agierenden Figuren ihre Tätigkeiten selbst beschreiben („Ich tue so, als würde ich Klavier spielen“, „Ich renne gegen eine Wand“). Die Figuren werden dabei ins Groteske überzeichnet und höhnisch aus dem Off kommentiert. Oft wird auch auf <a href="Filmfehler" title="Filmfehler">Filmfehler</a> Bezug genommen, zum Beispiel in das Bild hereinragende Kameras und Mikrofone oder Ungereimtheiten in der Handlung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Parodistische_Neusynchronisierung_in_Musikvideos">Parodistische Neusynchronisierung in Musikvideos</h3></div>
<p><i>Literal Music Video, Literal Video Version,</i> oder auch <a href="Literal_Video_Clip" title="Literal Video Clip">Literal Video Clip</a> ist die im Internet gebräuchliche Bezeichnung für Parodien auf Musikvideos, bei denen der Songtext gegen einen anderen ausgetauscht wurde, der das Geschehen in dem zugehörigen Video beschreibt. Auffällig ist, dass dabei meist Videos der 1980er und 1990er parodiert werden. Bekannte Beispiele dieses Genres sind <a href="Take_On_Me" title="Take On Me">Take On Me</a> von <a href="A-ha" title="A-ha">a-ha</a>, <a href="Total_Eclipse_of_the_Heart" title="Total Eclipse of the Heart">Total Eclipse of the Heart</a> von <a href="Bonnie_Tyler" title="Bonnie Tyler">Bonnie Tyler</a> und <i>You’re Beautiful</i> von <a href="James_Blunt" title="James Blunt">James Blunt</a>, die alle mehr als vier Millionen Aufrufe auf <i>YouTube</i> erreicht haben.
</p><p>Als <i>Musicless Musicvideo</i><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bezeichnet der österreichische Sounddesigner Mario Wienerroither seine parodistischen Bearbeitungen von Musikvideos. Er entfernt die Musik aus dem Clip, es sind nur noch einzelne Wörter und Gesangsparts zu hören. Durch zahlreiche Geräusche und Laute, die den Musikern in den Mund gelegt werden, entsteht ein neuer Kontext, in dem Tanz und Performance der Sänger seltsam oder unfreiwillig komisch wirken.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Format hat mittlerweile zahlreiche Nachahmer gefunden und ein neues Genre der Neusynchronisierung begründet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Parodistische_Neusynchronisierung_in_satirischen_TV-Formaten">Parodistische Neusynchronisierung in satirischen TV-Formaten</h3></div>
<p>Die Montage und Neusynchronisation von Nachrichtenbildern und aktuellen Fernsehausschnitten wurde im deutschsprachigen Fernsehen immer wieder satirisch eingesetzt. So etwa in den 1980er Jahren bei <i><a href="Rudis_Tagesshow" title="Rudis Tagesshow">Rudis Tagesshow</a></i> mit <a href="Rudi_Carrell" title="Rudi Carrell">Rudi Carrell</a> oder bei <i><a href="Einer_wird_gewinnen" title="Einer wird gewinnen">Einer wird gewinnen</a></i> mit <a href="Hans-Joachim_Kulenkampff" title="Hans-Joachim Kulenkampff">Hans-Joachim Kulenkampff</a>. Für den <a href="%C3%96sterreichischer_Rundfunk" title="Österreichischer Rundfunk">ORF</a> produziert die Kabarettgruppe <a href="Maschek." class="mw-redirect" title="Maschek.">maschek</a> seit 2005 regelmäßig satirische Neusynchronisierungen, zunächst für <i><a href="Dorfers_Donnerstalk" title="Dorfers Donnerstalk">Dorfers Donnerstalk</a></i>, später für <i><a href="Willkommen_%C3%96sterreich_(Late-Night-Show)" title="Willkommen Österreich (Late-Night-Show)">Willkommen Österreich</a></i>. Auch die deutsche Netzkünstlerin <a href="Coldmirror" title="Coldmirror">Coldmirror</a> bearbeitete in ihrer gleichnamigen Sendung auf <a href="Einsfestival" class="mw-redirect" title="Einsfestival">einsfestival</a> Fernsehbilder durch satirische Neusynchronisierung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Synchronisation_per_künstlicher_Intelligenz"><span id="Synchronisation_per_k.C3.BCnstlicher_Intelligenz"></span>Synchronisation per künstlicher Intelligenz</h2></div>
<p>Seitdem KI-Werkzeuge einer breiteren Masse zur Verfügung stehen, werden immer mehr Programme zum Synchronisieren der verschiedensten Medien angeboten. Solche Dienste ändern meist nicht nur die Sprache, sondern passen auch die Lippenbewegungen der zu sehenden Personen an. Momentan (Stand: Januar 2025) werden vor allem satirische Videos und Parodien mit Hilfe dieser neuen Technologie erstellt.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ende 2024 schaltete <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a> für bestimmte Benutzer eine Funktion frei, die ihnen die automatische Synchronisation ihrer Videos ermöglicht. Kritik erntete dabei vor allem die minderwertige Qualität dieses Werkzeugs.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Des Weiteren kündigte die Synchronfirma TNT Media an, zukünftig KI generierte Synchronfassungen für Märkte erstellen zu wollen, die vorrangig Untertitel benutzen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Reaktionen aus der deutschen Synchronbranche fallen hauptsächlich negativ aus. So kritisieren viele Synchronsprecher aus dem Videospielbereich bestimmte Klauseln in ihren Verträgen, die es den verantwortlichen Entwicklern ermöglichen würden, ihre Stimmen zum trainieren von KI-Modellen zu nutzen.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Inzwischen haben sich mehrere nationale und internationale Verbände aus der Synchronbranche zusammengetan, um gemeinsam der KI-Nutzung im Synchronbereich entgegenzuwirken.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im August 2025 gewann der Synchronschauspieler <a href="Manfred_Lehmann" title="Manfred Lehmann">Manfred Lehmann</a> einen Rechtsstreit gegen einen YouTuber, der eine KI-Version von Lehmanns Stimme für seine Videos benutzte.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit <i><a href="Black_Dog_%E2%80%93_Weggef%C3%A4hrten" title="Black Dog – Weggefährten">Black Dog – Weggefährten</a></i> kam im Dezember 2024 der erste Film in die deutschen Kinos, dessen Synchronfassung vollständig KI generiert wurde.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anfang 2025 erschien die polnische Viaplay-Serie <i>Murderesses</i> bei <a href="MagentaTV" title="MagentaTV">MagentaTV</a> und <a href="Prime_Video" title="Prime Video">Prime Video</a> mit teilweise<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> KI-generierter Synchronisation. Dafür verantwortlich zeichnete das israelische Unternehmen <i>Deepdub</i>. Die Deutsche Telekom nahm diese Serie nach Zuschauerbeschwerden hinsichtlich der Qualität wieder aus ihrem MagentaTV-Angebot und entschied sich, die Serie künftig ausschließlich im polnischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln anzubieten.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Internationale_Tonspur" title="Internationale Tonspur">Internationale Tonspur</a></li>
<li><a href="Automatic_Dialogue_Recording" title="Automatic Dialogue Recording">Automatic Dialogue Recording</a> (Techniken zum Synchronisieren von Filmen)</li>
<li><a href="Originalfassung" title="Originalfassung">Originalfassung</a></li>
<li><a href="Untertitel" title="Untertitel">Untertitel</a></li>
<li><a href="Synchronsprecher" title="Synchronsprecher">Synchronsprecher</a></li>
<li><a href="Seiy%C5%AB" title="Seiyū">Seiyū</a></li>
<li><a href="Fandub" title="Fandub">Fandub</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Thomas Bräutigam: <i>Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation. Mehr als 2000 Filme und Serien mit ihren deutschen Synchronsprechern etc.</i> <a href="Schwarzkopf_%26_Schwarzkopf" class="mw-redirect" title="Schwarzkopf & Schwarzkopf">Schwarzkopf & Schwarzkopf</a>, Berlin 2001, ISBN 3-89602-289-X.</li>
<li>Gerd Naumann: <i>Filmsynchronisation in Deutschland bis 1955.</i> (= <i>Medienästhetik und Mediennutzung. Media Production & Media Aesthetics.</i> Band 5). <a href="Peter_Lang_Verlag" class="mw-redirect" title="Peter Lang Verlag">Peter Lang Verlag</a>, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-631-65568-9 (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> <a href="Filmuniversit%C3%A4t_Babelsberg_Konrad_Wolf" title="Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf">Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf</a> 2014).</li>
<li>Dagmar Nawroth: <i>Synchronisation ausländischer Filme in der DDR.</i> In: Der geteilte Himmel / Höhepunkte des DEFA-Kinos 1946–1992 – Band 2 – Essays zur Geschichte der DEFA. Filmografien zu 61 Regisseuren. (Hrsg.): Filmarchiv Austria, Wien 2001, ISBN 3-901932-09-7.</li>
<li>Sabine Pahlke: <i>Handbuch Synchronisation – Von der Übersetzung zum fertigen Film.</i> <a href="Henschel-Verlag" class="mw-redirect" title="Henschel-Verlag">Henschel-Verlag</a>, Leipzig 2009, ISBN 978-3-89487-597-8.</li>
<li><a href="Thomas_Br%C3%A4utigam" title="Thomas Bräutigam">Thomas Bräutigam</a>: <i>Stars und ihre Stimmen – Lexikon der Synchronsprecher.</i> 1., Auflage. <a href="Sch%C3%BCren_Verlag" title="Schüren Verlag">Schüren Verlag</a>, Marburg 2008, ISBN 978-3-89472-627-0.</li>
<li>Guido Marc Pruys: <i>Die Rhetorik der Filmsynchronisation – Wie ausländische Spielfilme in Deutschland zensiert, verändert und gesehen werden</i> (= <i>Medienbibliothek,</i> Serie B, <i>Studien.</i> Band 14). <a href="A._Francke_Verlag" title="A. Francke Verlag">Gunter Narr Verlag</a>, Tübingen 1997, ISBN 3-8233-4283-5 (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> <a href="Eberhard_Karls_Universit%C3%A4t_T%C3%BCbingen" title="Eberhard Karls Universität Tübingen">Eberhard Karls Universität Tübingen</a> 1997).</li>
<li>Gerhard Pisek: <i>Die große Illusion. Probleme und Möglichkeiten der Filmsynchronisation. Dargestellt an Woody Allens „Annie Hall“, „Manhattan“ und „Hannah and her sisters“.</i> Wissenschaftlicher Verlag Trier WVT, Trier 1994, ISBN 3-88476-082-3 (Dissertation <a href="Universit%C3%A4t_Innsbruck" title="Universität Innsbruck">Universität Innsbruck</a> 1992).</li>
<li>Veronika Seifferth: <i>Die deutsche Synchronisation amerikanischer Fernsehserien</i> (= <i>Heidelberger Studien zur Übersetzungswissenschaft.</i> Band 14). Wissenschaftlicher Verlag Trier WVT, Trier 2010, ISBN 978-3-86821-198-6 (Dissertation <a href="Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg" title="Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg">Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg</a>).</li>
<li>Dagmar Wanschura-Nawroth: <i>Funktion, Systematik und Methode der Filmsynchronisation in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft der DDR.</i> (Dissertation – vorgelegt der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät des Wissenschaftlichen Rates der Humboldt-Universität zu Berlin – Berlin, den 16. Juni 1976).</li>
<li>Otto Hesse-Quack: <i>Der Übertragungsprozeß bei der Synchronisation von Filmen.</i> München/Basel 1969.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Dubbing_(filmmaking)?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Synchronisation (Film)</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><span class="cite">Peter Hoffmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131128052905/http://www.deutsche-synchronsprecher.de/deutsch.htm"><i>Synchronisation in Deutschland.</i></a> In: <i>deutsche-synchronsprecher.de.</i> Archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.deutsche-synchronsprecher.de%2Fdeutsch.htm">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">28. November 2013</span><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 20. Januar 2021</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASynchronisation+%28Film%29&rft.title=Synchronisation+in+Deutschland&rft.description=Synchronisation+in+Deutschland&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20131128052905%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.deutsche-synchronsprecher.de%2Fdeutsch.htm&rft.creator=Peter+Hoffmann&rft.source=http://www.deutsche-synchronsprecher.de/deutsch.htm"> </span></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.synchronkartei.de/">Deutsche Synchronkartei</a> – Sprecher deutscher Synchronfassungen zum Nachschlagen</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://synchrondatenbank.de/">Synchrondatenbank</a> – Datenbank von Arne Kaul mit deutschen Sprecherbesetzungen aus 4600 internationalen Filmen bis 1976</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ivs-ev.de/">IVS</a> – InteressenVerband Synchronschauspieler e. V.</li>
<li>Norbert Aping: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20181116093336/http://www.objectif-cinema.com/spip.php?article4590"><i>Zur Synchrongeschichte in Deutschland bis 1970</i> (Teil 1).</a> [<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 16. November 2018 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>] und <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20181116093429/http://www.objectif-cinema.com/spip.php?article4592"><i>Teil 2.</i></a> [<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 16. November 2018 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>] bei objectif-cinema.com</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tralalit.de/2022/02/09/wuerde-ein-crackdealer-das-auf-die-lippen-passende-lehnwort-wirklich-benutzen/">Interview über Synchronisation</a> auf tralalit.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="J%C3%B6rg_Udo_Lensing" title="Jörg Udo Lensing">Jörg Udo Lensing</a>: <i>Sound-Design, Sound-Montage, Soundtrack-Komposition: über die Gestaltung von Filmton.</i> 2. Auflage. Schiele & Schön, Berlin 2009, ISBN 978-3-7949-0793-9, S. 142.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">DWDL de GmbH: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwdl.de/magazin/72980/die_anfaenge_der_vertonung_deutschland_eine_synchronnation/"><i>Anfänge der Vertonung: Deutschland, eine Synchronnation.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 31. Juli 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASynchronisation+%28Film%29&rft.title=Anf%C3%A4nge+der+Vertonung%3A+Deutschland%2C+eine+Synchronnation&rft.description=Anf%C3%A4nge+der+Vertonung%3A+Deutschland%2C+eine+Synchronnation&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.dwdl.de%2Fmagazin%2F72980%2Fdie_anfaenge_der_vertonung_deutschland_eine_synchronnation%2F&rft.creator=DWDL+de+GmbH&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dievergessenenfilme.wordpress.com/2015/11/23/die-ersten-synchronversuche/"><i>Die ersten Synchronversuche.</i></a> In: <i>Die vergessenen Filme.</i> 23. November 2015,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 28. August 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASynchronisation+%28Film%29&rft.title=Die+ersten+Synchronversuche&rft.description=Die+ersten+Synchronversuche&rft.identifier=https%3A%2F%2Fdievergessenenfilme.wordpress.com%2F2015%2F11%2F23%2Fdie-ersten-synchronversuche%2F&rft.date=2015-11-23"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-Mühlbauer-ZenSync-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Mühlbauer-ZenSync_4-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text">Peter Mühlbauer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Zensynchronisation-3381932.html"><i>Zensynchronisation</i>.</a> <a href="Telepolis" title="Telepolis">Telepolis</a>, 16. Juli 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171218060743/http://swiki.hfbk-hamburg.de:8888/medienphilosophie/3"><i>Programmvorschau für den 15. Januar 2003: „Berlin 1927 – Symphonie einer Großstadt“.</i></a> In: <i>swiki.hfbk-hamburg.de.</i> <a href="Hochschule_f%C3%BCr_bildende_K%C3%BCnste_Hamburg" title="Hochschule für bildende Künste Hamburg">Hochschule für bildende Künste Hamburg</a> – HFBK Hamburg, 16. November 2003, archiviert vom <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fswiki.hfbk-hamburg.de%3A8888%2Fmedienphilosophie%2F3">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">18. Dezember 2017</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 10. April 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASynchronisation+%28Film%29&rft.title=Programmvorschau+f%C3%BCr+den+15.+Januar+2003%3A+%E2%80%9EBerlin+1927+%E2%80%93+Symphonie+einer+Gro%C3%9Fstadt%E2%80%9C&rft.description=Programmvorschau+f%C3%BCr+den+15.+Januar+2003%3A+%E2%80%9EBerlin+1927+%E2%80%93+Symphonie+einer+Gro%C3%9Fstadt%E2%80%9C&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20171218060743%2Fhttp%3A%2F%2Fswiki.hfbk-hamburg.de%3A8888%2Fmedienphilosophie%2F3&rft.publisher=%5B%5BHochschule+f%C3%BCr+bildende+K%C3%BCnste+Hamburg%5D%5D+%E2%80%93+HFBK+Hamburg&rft.date=2003-11-16&rft.source=http://swiki.hfbk-hamburg.de:8888/medienphilosophie/3"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-objectif-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-objectif_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-objectif_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Norbert Aping: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171218060748/http://www.objectif-cinema.com/spip.php?article4590&artsuite=1"><i>Zur Synchrongeschichte in Deutschland bis 1970.</i></a> In: <i>objectif-cinema.com.</i> Objectif Cinéma – Partenaires: Annuaire Film et Cinéma, Blog Cinéma, Magazine Vidéo, Crédits, 2011, archiviert vom <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.objectif-cinema.com%2Fspip.php%3Farticle4590%26artsuite%3D1">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">18. Dezember 2017</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 10. April 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASynchronisation+%28Film%29&rft.title=Zur+Synchrongeschichte+in+Deutschland+bis+1970&rft.description=Zur+Synchrongeschichte+in+Deutschland+bis+1970&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20171218060748%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.objectif-cinema.com%2Fspip.php%3Farticle4590%26artsuite%3D1&rft.creator=Norbert+Aping&rft.publisher=Objectif+Cin%C3%A9ma+%E2%80%93+Partenaires%3A+Annuaire+Film+et+Cin%C3%A9ma%2C+Blog+Cin%C3%A9ma%2C+Magazine+Vid%C3%A9o%2C+Cr%C3%A9dits&rft.date=2011&rft.source=http://www.objectif-cinema.com/spip.php?article4590&artsuite=1&rft.language=de"> </span></span>
</li>
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